Stadt Gladbeck

Herbstplenum 2007

Im Herbst des Jahres 2007, genauer gesagt am 05. November, fand zum ersten Mal ein Plenum des Gladbecker Bündnisses statt.

Zwei Jahre nach der Auftaktveranstaltung und der bereits im September 2005 begonnenen Arbeit der vier Werkstätten wurde das Plenum genutzt, um den Bündnispartnern und den Gladbecker Bürgerinnen und Bürgern eine Zwischenbilanz zu präsentieren.

Gut 150 Gäste, überwiegend Vertreter der verschiedenen Bündnispartner sowie Gäste aus Politik und Verwaltung, folgten der Einladung von Bürgermeister Ulrich Roland und ließen sich durch die positive Zwischenbilanz überzeugen: viele Projekte, so zum Beispiel das Großprojekt „Kinder im Blick“ oder die Kinder- und Jugenduniversität, aber auch viele weitere bedeutende kleinere Projekte konnten in den zwei Jahren seit der Auftaktveranstaltung bereits etabliert werden.  

Damit rückt das Ziel des Gladbecker Bündnisses in immer greifbarere Nähe, nämlich die enge Vernetzung der Bündnispartner und die sich daraus ergebenden Vorteile für Gladbecker Mädchen, Jungen und ihre Familien. Jedes in Gladbeck geborene Kind soll bis zum Erwachsenenalter (und auch darüber hinaus) von den Angeboten und Hilfen, die im Rahmen des Gladbecker Bündnisses geschaffen werden konnten, profitieren können.  

Neben der Zwischenbilanz standen unter anderem auch das Leitbild des Gladbecker Bündnisses, welches gemeinsam von allen Bündnispartnern entwickelt wurde, und die neue Arbeitsstruktur auf der Tagesordnung.

Diese neue Struktur hat es in sich: im Bürgermeisterbüro wurde eine neue Stelle geschaffen, die sich ausschließlich um das Gladbecker Bündnis kümmert und die Projektleitung inne hat.  

Bürgermeister Ulrich Roland stellte auf dem Herbstplenum dann auch direkt den neuen Projektleiter Rainer Weichelt vor, der bereits seit längerem am Gladbecker Bündnis mitgewirkt hatte. Mittlerweile ist die Kinder- und Jugendbeauftragte Bettina Weist für die Projektleitung zuständig, nachdem Rainer Weichelt zum Sozialdezernenten gewählt wurde.  

Schließlich trug der aus Gladbeck stammende Pfarrer i.R. Klaus Heienbrok ein Fachreferat zum wichtigen Thema „Familien unter speziellen Belastungen“ vor.

Konkret ging er dabei unter anderem darauf ein, wie sehr die Herkunft eines Kindes die Bildungschancen beeinflusst. Auch auf die Probleme, die Familien mit Zuwanderungsgeschichte haben, ging Heienbrok ein. Dabei beschränkte er sich nicht nur auf die Aufzählung von Problemen, sondern nannte auch mögliche Perspektiven, um die Situation zum Besseren hin zu verändern. So dürfen Schulen die Klassenunterschiede nicht reproduzieren, sondern müssten schon so früh wie möglich anfangen, der Selektion der Schülerinnen und Schüler entgegenzuwirken, damit niemand zurückgelassen wird und jeder die gleiche Chance zur Bildung hat.

Intensiv befasste sich Klaus Heienbrok auch mit den Auswirkungen flexibler Arbeitszeiten auf die betroffenen Arbeitnehmer und ihre Familien. Die sich daraus ergebenden negativen Folgen für das Familienleben und somit auch für die Erziehung, Bildung und Begleitung der Kinder dürfen so nicht hingenommen werden, so Heienbrok.    

„Intakte Familien sind ein wesentlicher Baustein für eine friedliche Gesellschaft“ lautete dann auch der Kernsatz des Schlusswortes.