Stadt Gladbeck

Gladbecker Familienbericht

Am 07.12.2006 beschloss der Haupt- und Finanzausschuss

der Stadt Gladbeck aus Fondsmitteln des Gladbecker Bündnisses

für Familie – Erziehung, Bildung, Zukunft einen Familienbericht

in Auftrag zu geben, der eine detaillierte Situationsbeschreibung

der in Gladbeck lebenden Familien beinhalten

sollte.

Aus dem Familienbericht sollten im Weiteren Handlungsempfehlungen für einen nachhaltigen Ausbau zu einer familienfreundlichen Stadt Gladbeck entwickelt werden.

Mit der Umsetzung des Auftrages wurde am 01. März 2007 begonnen. In der Zwischenzeit wurde der Sozial- und Familienbericht einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Mit den Ergebnissen haben sich die Fachämter der Stadtverwaltung in einem hausinternen Workshop auseinandergesetzt.

Darüber hinaus wurde ein Workshop für die freien Träger angeboten.

Am 19.09.2008 wurden den befragten Familien die Ergebnisse im ersten Gladbecker Familienforum vorgestellt. Die überraschendsten Ergebnisse waren, dass es in Gladbeck einen sehr hohen Anteil armer bzw. armutsnaher Familien gibt. Nur 58% der Gladbecker Familien gelten als nicht arm. Eine weitere Überraschung war, dass neben dem Stadtteil Brauck auch der Stadtteil Mitte I der Stadtteil mit den größten sozialen Problemen ist. Besonders betroffen sind kinderreiche Familien, Familien mit Migrationshintergrund und Alleinerziehende.

Viele Bündnisprojekte befassen sich bereits mit den schwerwiegendsten Problemen der erwähnten Gladbecker Familien. Darüber hinaus sollen nun aber nach einer Analyse der Ergebnisse des Familienberichts Handlungsempfehlungen und Handlungsschritte entwickelt werden.

Die Fachausschüsse des Rates habensich ebenfalls in ihren Herbstsitzungen 2008 mit den Grundaussagen des Familienberichtes befasst und es fanden dort erste thematische Behandlungen der Erkenntnisse aus dem Familienbericht statt.

Der Familienbericht liefert einen umfangreichen Einblick in die Lebenssituation der Gladbecker Familien. Es wird angestrebt, den Familienbericht kontinuierlich alle 5 Jahre fortzuschreiben.