Stadt Gladbeck

Angekommen, aufgenommen, willkommen - Spätaussiedler in ihrer neuen Heimat Gladbeck

In den 80er Jahren kamen Spätaussiedler überwiegend aus

Polen nach Gladbeck, später aus Russland bzw. ehemaligen

GUS-Staaten – 650 bis 750 Menschen seit 1992.

Im Rahmen des Gladbecker Bündnisses hat die Stadt auch an sie gedacht und das Projekt „Angekommen, aufgenommen,willkommen“ ins Leben gerufen.

Über 40 Spätaussiedler kamen im Oktober 2005 zur Auftaktveranstaltung, und seither ist man dem Ziel, sie in die Gesellschaft zu integrieren, ein gutes Stück näher gekommen – dank vieler kreativer Ideen.

Eine selbst aus Russland zugewanderte Lehrerin stellte sich von Anfang an als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Im Gemeindezentrum von St. Franziskus in Rentfort-Nord gibt es zweimal wöchentlich Sprechstunden, die intensiv in Anspruch genommen werden.

Zum Angebot gehören auch Sprachkurse und Informationsveranstaltungen zum Beispiel über das deutsche Vertragsrecht oder die Hartz-IV-Gesetze. In farbenprächtigen und fantasievollen Kostümen und mit tollen Vorführungen erfreuten die Kinder ihre Angehörigen, aber auch deutsche Nachbarn, beim Herbst-, Weihnachts- und Frühlingsfest und am Internationalen Frauentag. Zur Belohnung durften sie einen Ausflug zum Keukenhof machen.

Während Spätaussiedlerfrauen mittlerweile selbst eine Gruppe gegründet haben, die sich regelmäßig zum Plaudern oder zu Informationsabenden trifft, waren die Männer bisher weniger zugänglich. Die Idee, ihnen einen Kursus zur Vorbereitung auf die Fischereiprüfung anzubieten, stieß allerdings auf regen Zuspruch. Bei der Fortführung des Projektes soll ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit auf jugendliche Spätaussiedler gelegt werden.