Stadt Gladbeck

Projekt "Notinseln"

Eines der jüngsten Bündnis-Projekte heißt „Notinseln“. Seit Juni 2008 finden Kinder in vielen Einrichtungen im Stadtgebiet Anlaufstellen für Notfälle.

Wenn sie sich von älteren Jugendlichen bedroht fühlen, wenn Mädchen von Jungen bedrängt werden, bei Stress mit den Eltern, bei Verletzungen: In allen Fällen, in denen Kinder Hilfe suchen, sind die „Notinseln“ eine Anlaufstelle in der Nähe.  

Im Vorfeld gründete sich der Arbeitskreis „Notinseln“, bestehend aus dem Kinderschutzbund, dem Jugendrat beim Bürgermeister der Stadt Gladbeck, dem Einzelhandelsverband, der Polizei und der Stadt Gladbeck.    

Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit konnte das Projekt mit 60 Partnern starten, inzwischen ist ihre Zahl schon auf 70 angewachsen. Die meisten „Notinseln“ liegen in der Innenstadt, aber auch in den Stadtteilen konnten Partner gefunden werden. Mit dabei sind zahlreiche Geschäfte, Sparkasse und Volksbank mit ihren Geschäftsstellen, Kioske, natürlich das Rathaus sowie alle Kinder- und Jugendeinrichtungen.  

Ihre Anlaufstelle erkennen Kinder sofort an den Notinsel-Symbolen in den Schaufenstern. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der teilnehmenden Firmen haben sich verpflichtet, nach einer vorgeschriebenen Handlungsanweisung vorzugehen: Sie dürfen die Kinder in keinem Fall wegschicken. Sie sollen sie beruhigen und ihnen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Wenn das Kind nach Hause möchte, rufen sie die Eltern an, falls nicht, setzen sie sich mit dem Kinderschutzbund oder dem Amt für Familie, Jugend und Soziales in Verbindung.

Glücklicherweise hat bisher noch kein Kind Zuflucht in einer Notinsel suchen müssen.