Stadt Gladbeck

Aktionsmobil für stadtteilorientierte und mobile Jugendarbeit

Mag das Angebot auch noch so groß und gut sein: Es gibt immer junge Menschen, die ihre Freizeit nicht in einer Jugendeinrichtung verbringen wollen. Sie bevorzugen „informelle Treffs“ im Freien – nicht selten zum Ärger der Anwohner, die sich über Lärm beklagen oder über Unrat, den die Jugendlichen zurücklassen.

Die Evangelische Jugend Gladbeck und das Kinder-, Jugend- und Kulturhaus Maxus der Falken haben ein Projekt auf die Beine gestellt, das diesen Jugendlichen im wahrsten Sinne des Wortes entgegenkommt: Das Aktionsmobil ist seit November 2006 an vier Tagen in der Woche unterwegs und macht jeweils drei Stunden Station an der Willy-Brandt-Hauptschule, auf dem Bolzplatz Berkenstockstraße, an der Elsa-Brandström-Schule und an der Albert-Schweitzer-Schule.                                        

Das Aktionsmobil ist ein sechs Meter langer und 2,50 Meter breiter Anhänger aus Edelstahl, eine Sonderanfertigung, bezahlt aus dem Bündnisfonds. An Bord hat er u.a. eine Spielkonsole, einen Computer, ein Fernsehgerät, Brettspiele und einen Kickerkasten, aber auch jede Menge Utensilien für sportliche Betätigungen im Freien, wie Fußball oder Hockey.

Weil sich die Seiten des Aktionsmobils aufklappen lassen, kann die nutzbare Fläche mit Hilfe von Zeltwänden bei Bedarf noch vergrößert werden. Selbst für einen abschließbaren Raum, in dem Vier-Augen-Gespräche geführt werden können, reicht der Platz aus.  

Zwischen 12 und 20 Jugendliche nutzen das Angebot zu sinnvoller Freizeitgestaltung regelmäßig, und mittlerweile hat sich das attraktive Angebot so herumgesprochen, dass das Aktionsmobil auch zu größeren Veranstaltungen im Stadtgebiet angefragt wird.

Mittlerweile ist das Aktionsmobil zum Regelangebot der beiden Träger geworden.