Stadt Gladbeck

Sprachförderung im Elementarbereich

Sprachprobleme stellen das größte Bildungshemmnis dar.

In evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder wurde deshalb schon im Jahre 2006 – seinerzeit mit Landesmitteln gefördert – das Programm „Sprachförderung im Elementarbereich“ aufgelegt mit dem Ziel, Kinder mit Sprachdefiziten bis zur Einschulung „fit“ zu machen.  

Die Resultate waren so überzeugend, dass dieses Projekt seit Januar 2008 mit Mitteln aus dem Bündnisfonds bezuschusst wird.  

Sprachförderung gibt es natürlich auch in anderen Kinder-Tagesstätten. Die Ev. Kirche geht einen neuen Weg: Nicht externe Kräfte unterrichten die Fünf- und Sechsjährigen, sondern eigens dafür ausgebildete Erzieherinnen aus den Einrichtungen selbst. Die vertraute Umgebung und die den Kindern bekannten Erzieherinnen sorgen für eine stressfreie, entspannte Lernatmosphäre. Und obendrein besteht jederzeit die Möglichkeit, das Gelernte den ganzen Tag über ins „normale“ Programm einzubauen.                              

Dreimal wöchentlich bis zu eine Stunde läuft der Sprachunterricht. In der vor den Sommerferien abgeschlossenen Staffel kamen 27 Kinder, davon acht deutsche, aus den Tageseinrichtungen Lukas, Sonnenschein und St. Stefani in den Genuss der intensiven Vorbereitung auf die Schule. Das Projekt läuft jeweils ein halbes Jahr. Jede Woche bringen sechs neue Übungen die Mädchen und Jungen dem Ziel näher, bei der Einschulung die deutsche Sprache so gut zu beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen können.  

Der erste Durchlauf brachte hervorragende Ergebnisse: Bei 20 % der Kinder blieben die Leistungen zwar gleich, aber 41 % konnten ihre Leistungen um eine Zensur verbessern, 27 % um zwei und 12 % sogar um drei Zensuren. Die aus Bündnismitteln geförderte Staffel ist noch nicht abschließend ausgewertet.