Stadt Gladbeck

Projekt "Opstapje"

Das Wort Opstapje stammt aus dem Niederländischen und bedeutet soviel wie „Schritt für Schritt“.

Das Spiel- und Lernprogramm für Familien mit Kindern ab 18 Monaten bietet die Stadt Gladbeck in Kooperation mit dem Kinderschutzbund und dem Sozialdienst katholischer Frauen an, finanziell unterstützt von der Volksbank und von Spendern.  

Mittel aus dem Gladbecker Bündnis sind in Form einer Anschlussfinanzierung in dieses Projekt eingebracht worden, darüber hinaus sollen die Mittel dort auch längerfristig für eine Fortführung von Opstapje eingesetzt werden.  

Anders als in anderen Städten gab es in Gladbeck überhaupt keine Startschwierigkeiten. 15 Familien konnten in der ersten Staffel, die im Oktober 2007 startete, berücksichtigt werden. Die Zahl der Interessenten lag deutlich höher.  

Opstapje zeichnet sich durch seine Kontinuität aus. Mehr als ein Jahr lang gehen zwei Frauen – Laien, die zuvor qualifiziert wurden und von einer Fachkraft angeleitet werden – in die Familien; in der ersten Phase wöchentlich, dann alle 14 Tage. Beide Besucherinnen sind zweisprachig: deutsch-türkisch bzw. deutsch-polnisch.

Sie haben jede Menge Spiel- und Lernmaterialien im Gepäck und wollen Müttern und Vätern damit Anregungen zur Bindungs- und Entwicklungsförderung der Kinder geben.  

Ganz konkret heißt das: Die Eltern sollen lernen, dem Kind zuzuschauen und zuzuhören, mit ihm zu sprechen, zu spielen, auf seine Bedürfnisse einzugehen, seine Fähigkeiten zu fördern. Sie erhalten Anregungen, die Beziehungen zu ihrem Kind zu stärken und mit ihm Alltagssituationen zu gestalten.  

Alle 14 Tage haben die beteiligten Familien zudem bei Gruppentreffen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Während die Kinder betreut werden, bekommen die Eltern Antworten auf Fragen und um die Entwicklung des Nachwuchses oder Informationen über Kindertageseinrichtungen und andere Angebote für Familien mit Kindern in Gladbeck.                                          

Die Resonanz auf dieses Angebot ist ausgesprochen positiv, die Nachfrage so groß, dass schon jetzt ein Parallelangebot gemacht werden könnte. Weil das geschützte Programm sehr teuer ist, hoffen die Organisatoren, dass sie weiteres Geld akquirieren können, um Opstapje auch in Zukunft anzubieten.