Stadt Gladbeck

Kinder im Blick

600 bis 650 Mädchen und Jungen werden in Gladbeck jedes Jahr geboren – und seit Oktober 2007 bekommen alle Eltern vier bis sechs Wochen nach diesem freudigen Ereignis Besuch von der Stadt.

Mit dem Glückwunschschreiben des Bürgermeisters kündigt eine Sozialpädagogin oder Hebamme/Kinderkrankenschwester ihr Kommen an. Der Besuch ist in nahezu allen Familien willkommen – bringt er doch nicht nur einen bunt gepunkteten Pappkarton mit Geschenken, sondern auch jede Menge Informationen für die jungen Eltern und ganz viel Wissen rund um das Baby mit.

Eine Stunde dauert das Gespräch im Normalfall, aber die Fachfrauen schauen auch nicht auf die Uhr, wenn es länger dauert. Keine Frage bleibt unbeantwortet.  

Die Geschenke sind nicht nur eine nette Aufmerksamkeit, sondern mit Bedacht ausgewählt. Der bunte Stoffball: Eltern sollten schon mit ihren ganz kleinen Kindern spielen. Der Schlafsack: die optimale „Decke“ für das Baby, um Überhitzung, eine der Ursachen für den plötzlichen Säuglingstod, zu vermeiden. Das Bilderbuch: Sprachförderung beginnt schon beim Kleinkind.  

Dazu enthält der Karton jede Menge Informationsmaterial – von der kleinen Broschüre zum Thema Rauchen in Gegenwart von Kindern über Früherkennungsuntersuchungen und Impfungen bis hin zu sehr informativen Schriften der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Aus dem Gladbecker Rathaus selbst stammt eine Mappe mit allen wichtigen Ansprechpartnern samt Telefonnummern und E-Mail-Adressen – Minigruppen oder Babyschwimmkurse findet man hier ebenso wie Ansprechpartner bei speziellen Problemen mit dem Baby, Kinderärzte, Kindertagesstätten oder Notrufnummern.  

In seltenen Fällen wünschen sich junge Eltern weitergehende Hilfestellung. Dann verstehen sich die Fachfrauen auch als Lotsen zu anderen Institutionen. Das Netz an Hilfsangeboten in der Stadt ist eng geknüpft, noch enger als früher, seit es das Gladbecker Bündnis gibt.